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Bloß nicht alles selber machen!

Erschienen am 15. Januar 2010 | Tobias Schormann, dpa
Lieber alles selber machen - das ist im Job keine gute Devise.  (Foto: Imago)
Lieber alles selber machen - das ist im Job keine gute Devise. (Foto: Imago)
Aufgaben delegieren - das ist nicht nur Chefsache. Denn auch die Mitarbeiter können nicht alles selbst erledigen - und sollten lernen, Dinge aus den Händen zu geben. Denn sonst könnte das Arbeitspensum ihnen bald über den Kopf wachsen - und sich schnell Fehler einschleichen. Experten erklären, wie Sie es schaffen, andere für sich einzuspannen.

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Delegieren unter gleichgestellten Kollegen schwierig

Mitarbeiter, die versuchen, möglichst alles ohne Hilfe zu schaffen, überfrachteten ihren Tagesplan schnell, sagt Unternehmensberater Sebastian Dominic von Buch aus Hannover. Gerade unter gleichgestellten Kollegen haben aber viele Menschen Hemmungen, anderen eine Aufgabe aufs Auge zu drücken, so der Experte.

"Das ist Ihr Gebiet"

Zwar sei das Delegieren von oben nach unten einfacher, erläuterte von Buch. Beschäftigte auf höheren Posten hätten es also leichter: Bei ihnen sei ohnehin klar, dass andere ihren Anweisungen folgen müssen. Doch auch auf einer Hierarchiestufe sei das Delegieren von Aufgaben sinnvoll. Dann sollten Beschäftigte aber begründen, warum sie Aufgaben abgeben. Und inhaltlich argumentieren - etwa durch einen Satz wie "Das ist Ihr Gebiet" oder "Das betrifft eher Ihre Abteilung".

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Aufgabenbereiche sind oft nicht klar geregelt

Das Problem sei, dass die Verteilung der Aufgabenbereiche im Betrieb nicht immer klar geregelt ist, sagte von Buch. "Eigentlich müsste in jeder Stellenbeschreibung genau stehen, wer wofür zuständig ist. In der Praxis ist das aber trotzdem oft unklar", erläutert der Unternehmensberater. Das könne dazu führen, dass delegierte Aufgaben unerledigt bleiben, weil keiner sich zuständig fühlt. "Dann besteht eben die Gefahr, dass alles immer weiterdelegiert wird und keiner sich darum kümmert", so von Buch.

Unternehmenskultur ist entscheidend

Wie groß dieses Problem ist, hänge von der Unternehmenskultur ab, betont von Buch. Bei einem ausgeprägten Teamgeist in der Firma dürfte also weniger schiefgehen. In Betrieben mit lauter Einzelkämpfern könne es eher passieren, dass die Kollegen den einzelnen Mitarbeiter hängenlassen, wenn sie gebeten werden, eine Aufgabe zu erledigen.

Offen kommunizieren

Wichtig sei daher, das Delegieren offen zu kommunizieren und transparent zu gestalten, rät der Fachmann. Das bedeute zum Beispiel, dem Vorgesetzten Bescheid zu sagen, wenn etwas delegiert wurde - etwa so: "Ich habe die Aufgabe heute an den Kollegen Meier weitergegeben." Erst dann seien Beschäftigte die Verantwortung für die Aufgabe los.


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Quelle: Tobias Schormann, dpa
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