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Bagatellkündigungen: Kassiererinnen dürfen im Schwimmbad weiterarbeiten

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Kassiererinnen dürfen weiterarbeiten

01.02.2010, 14:42 Uhr | dpa / t-online.de/business

Arbeitsrecht: Sind Kaffeekassen in der Firma verboten? (Foto: Imago)

Sind Kaffeekassen in der Firma verboten? (Foto: Imago)

Die vier gekündigten Schwimmbad-Kassiererinnen aus Worms in Rheinland-Pfalz dürfen weiter im städtischen Dienst arbeiten. Die Geschäftsleitung des städtischen Freizeitbades habe sich mit den vier Frauen geeinigt, teilte die Stadt mit. Ein Verfahren am Arbeitsgericht sei damit beendet.

Stadt hält sich bedeckt

Ob die Frauen wieder als Kassiererinnen arbeiten, blieb zunächst offen. "Da kann ich nichts weiter zu sagen", sagte ein Sprecher der Stadt. Die Verantwortlichen hatten den Frauen vorgeworfen, mit Trinkgeld eine "Schwarzkasse" eingerichtet zu haben. Inhalt der Kasse waren 34,02 Euro. Den Frauen wurde der Verdacht auf Korruption vorgeworfen. Später begründeten sie die Kündigungen mit Fundsachen, die aus dem Tresor des Schwimmbads verschwunden seien.

Vorwürfe von beiden Seiten

Die Gemüter kochten vorab hoch im Kassiererinnen-Streit: Einem Mitarbeiter des Schwimmbads, der die Kassiererinnen mit seiner Aussage belastete, sei mit einem Hammer das Auto demoliert worden, ließ der Bürgermeister verlautbaren. Der Leiter des Bads sei mit nächtlichen Anrufen terrorisiert worden. Die Lokalpresse wiederum bezog Position für die entlassenen Frauen.

Gehen oder putzen?

Die Freizeitbetriebe Worms hätten die Kassiererinnen zuvor vor die Wahl gestellt: Entweder ihr geht, oder ihr arbeitet ab jetzt als Putzkräfte - halbtags, mit erheblichen Gehaltseinbußen. Die vier Frauen sind nach Angaben von spiegel-online.de zwischen 49 und 55 Jahre alt und zum Teil 25 Jahre im Schwimmbad beschäftigt. Ob die Kassiererinnen nun nach der Einigung in ihren alten Job zurückkehren oder neue Aufgaben bekommen, war noch unklar.

Sparen auf Kosten der Frauen?

Für die Frauen stand jedoch vorab fest, dass die Stadt sie loswerden wolle, weil sie unter normalen Umständen unkündbar wären - die Stadt habe aber angekündigt, dass sie sparen müsse. Der Sprecher der Stadt, Hans Brecht, bestreitet den nach Angaben von spiegel-online.de Vorwurf: "Dass gespart werden muss, ist klar, aber das ist nicht die Personalpolitik der Stadt Worms."

Alle Hintergründe zum Kassiererinnen-Streit in Worms lesen Sie hier.

dpa / t-online.de/business  

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