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Berufsleben: Zehn Gebote gegen Jobfrust

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Zoff mit dem Boss?

aktualisiert am 23.02.2010, 16:54 Uhr | t-online.de/business

Gerade in Stresszeiten können im Job schon einmal verbal die Fetzen fliegen.  (Foto: Imago)

Gerade in Stresszeiten können im Job schon einmal verbal die Fetzen fliegen. (Foto: Imago)

Sie sind wie zwei Pole eines Magneten, sie reden meist aneinander vorbei und schaffen es, sich dauernd auf die Nerven zu gehen: Es scheint ein ungeschriebenes Gesetz zu sein, dass Chefs und Mitarbeiter einfach nicht miteinander zurechtkommen. Sind Arbeitgeber und Arbeitnehmeralso natürliche Feinde? Das muss nicht sein. Experten wissen, wie es besser geht - und haben zehn ultimative Gebote für ein funktionierendes Miteinander am Arbeitsplatz aufgestellt.

In den anderen hineinversetzen

Die gute Nachricht: Eine gute Zusammenarbeit zwischen Brötchengeber und Brötchennehmer ist kein Hexenwerk. Das zumindest ist die Meinung von Volker Kitz und Manuel Tusch, den Autoren des Ratgebers „Ohne Chef ist auch keine Lösung“(Haufe-Verlag). Dafür sollten sich aber Angestellte und Chefs öfters mal in die Lage des anderen hineinversetzen. Und dann kann die Lösung ganz einfach sein, da sind die Karrierecoaches optimistisch.

Spielregeln für Chefs und Mitarbeiter

Kitz und Tusch haben zehn Gebote für den Umgang miteinander entwickelt - an die sich sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer halten sollten. So etwa das erste: "Du sollst nehmen, was du gibst, und geben, was du nimmst". Das heißt: Der Mitarbeiter will fair bezahlt werden, der Chef will dafür gute Leistungen und Einsatz. Oder auch das dritte Gebot: "Du sollst kein Orakel sein". Es bedeutet, dass der Chef klare Arbeitsanweisungen geben und Zuständigkeiten regeln soll, damit sein Team weiß, woran es gemessen wird.

Unausgesprochenes Missverständnis aufheben

Kommunikation heißt das Zauberwort: Ansonsten bleibt das unausgesprochene Missverständnis zwischen den beiden Parteien bestehen: Mitarbeiter erhoffen sich mehr vom Chef, als dass er jeden Monat pünktlich das Gehalt überweist. Der Chef wiederum erwartet von seinen Mitarbeitern, dass sie nicht nur die Zeit auf dem Bürostuhl absitzen.

Rategast in der Quizshow?

Und wie viel einfacher könnte das Arbeitsleben sein, wenn beide Seiten auch nur die einfachsten Regeln der Kommunikation beherzigen würden. „Wenn Sie sich tatsächlich wieder einmal vorkommen wie der Kandidat in einer Quizshow bei der Millionenfrage: Dann raten Sie eben nicht einfach. Rufen Sie Ihren Chef als Telefonjoker an und fragen Sie ihn!“ lautet die Devise der Autoren. Auf keinen Fall soll sich der Mitarbeiter innerlich zurückziehen, sondern kommunizieren und den Chef auf dem Laufenden halten.

Leistung anerkennen

Dabei gilt für den Arbeitgeber wie für die Belegschaft ganz klar das sechste Gebot: "Du sollst Anerkennung anerkennen". Das mag kryptisch klingen, heißt aber einfach: Chefs sollen die Leistung ihrer Leute anerkennen und das auch kundtun. Mitarbeiter hingegen müssten akzeptieren, dass das Maß an Aufmerksamkeit und Anerkennung vom Chef im Arbeitsalltag begrenzt ist.

Bloß keine Märchenstunde

Nicht weniger wichtig ist das siebte Gebot: "Du sollst nicht die Brüder Grimm sein". Damit halten die Experten die Bosse dazu an, ihren Mitarbeiter stets reinen Wein einzuschenken. Schluss mit Notlügen! Im Gegenzug müssen die Angestellten lernen, mit unliebsamen Wahrheiten umzugehen und zu Fehlern zu stehen.

Verstehen heißt nicht akzeptieren

Die allen anderen übergeordnete Regel lautet Kitz und Tusch zufolge, sich empathisch in die "Gegen"-Seite hineinzudenken und hineinzufühlen, also "in den Schuhen des anderen zu gehen". Nur so können beide Seiten die vermeintlich fremde Welt des jeweils anderen verstehen.

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