GesundheitErkältungs-Knigge fürs BüroErschienen am 02. Februar 2010 | t-online.de/business
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Wer kränkelt, ist unproduktivGenerell gilt: Wen es richtig erwischt hat, der sollte zu Hause bleiben. Mit Fieber ins Büro - das geht gar nicht. "Wer krank arbeitet, ist nicht leistungsfähig, steckt die Kollegen an und riskiert Folgeerkrankungen wie eine Herzmuskelentzündung", warnt Ulrike Roth, Arbeitsmedizinerin beim TÜV Rheinland. Bei Husten, Schnupfen oder Halsschmerzen könnten Arbeitnehmer in der Regel zwar in die Firma gehen, so Roth. Dennoch sei dann Rücksicht auf die anderen Mitarbeiter angebracht.Begrüßung per Handschlag verboten"Der Betroffene sollte darauf achten, genügend Abstand zu seinen Kollegen zu halten und ihnen nicht die Hand geben, damit er sie nicht ansteckt", so Roth. Kunden oder Vorgesetze, die eine Begrüßung per Handschlag gewohnt sind, kann der Erkältungsgeplagte darauf hinweisen, dass er Distanz hält, um niemanden anzustecken. Vollkommen ins Benimm-Aus befördert sich, wer zunächst die Hand zu reicht und seinem Gegenüber anschließend verkündet: "Ich hoffe, ich stecke Sie nicht an!"Bei Hustenattacken den Raum verlassenAuch ein leichter Infekt kann die Toleranz der Kollegen auf die Probe stellen, wenn etwa der Erkältete andere Mitarbeiter direkt anhustet. Dezentes Hüsteln - natürlich mit der Hand vor dem Mund - ist erlaubt. Wer aber von einem Hustenanfall heimgesucht wird, sollte das Büro oder den Besprechungsraum kurz verlassen. Experten empfehlen, ein Glas Wasser zu trinken und sich darauf zu konzentrieren, ruhig zu atmen. Laut husten und jammern, wie schlecht es einem doch geht - das ist ganz schlechter Stil.Download - eBook Blitzschnell frisch und ausgeglichen Download - eBook Gesundheit & Arbeitsschutz Beim Niesen die linke Hand benutzenNicht nur den von Niesreiz geplagten Kollegen nervt es, hat dieser kein Taschentuch parat. In dem Fall sollten Sie möglichst Abstand von Ihren Bürogenossen halten und in die linke Hand niesen. Die rechte Hand zu benutzen ist tabu. Ebenfalls ein Kardinalsfehler: die Hand nach dem Niesen an der Hose oder Rock abzuwischen. Aus hygienischen Gründen ist sofortiges Händewaschen Pflicht. Von selbst verbietet es sich, beim Niesen oder Husten die Hand vor Nase oder Mund zu halten und diese anschließend einem Gesprächspartner zu reichen.Nicht trompeten wie ein ElefantWer unter starkem Schnupfen leidet, muss das den Kollegen nicht im Abstand von wenigen Minuten mit lautem Trompeten à la Benjamin Blümchen demonstrieren. Um die laufende Nase zu bändigen, sollten Schnupfenopfer Nasensprays benutzen. Die sorgen dafür, dass die Schleimhäute abschwellen. Und wenn sich heftiges Schnupfen nicht vermeiden lässt, bietet sich dafür die Firmentoilette an. Noch ein dringender Tipp von Expertin Roth: Einmal-Papiertücher benutzen und sie anschließend umgehend entsorgen. Denn Tempo und Co. sind hygienischer als Stofftaschentücher."Gesundheit" wünschenLaut Knigge ist es inzwischen wieder erlaubt, einem Niesenden "Gesundheit" zu wünschen. Es genügt jedoch, das einmal zu tun. Und Vorsicht: Der erkrankte Kollege findet es vielleicht gar nicht witzig, wenn Sie ihm "Schönheit" wünschen. Benimm-Experten zufolge sind solche Späße voll daneben.Mittags raus an die LuftEin Nickerchen am Mittag dient sicherlich der Entspannung - ob der Chef aber dafür Verständnis hat, ist ungewiss. Stattdessen sollten infektgeschwächte Mitarbeiter möglichst raus an die frische Luft: Das weckt die Lebensgeister und macht fit für das nächste Meeting, das man schließlich auch nicht verschlafen möchte.Aufgaben nicht auf Kollegen abwälzenErkältete Mitarbeiter sollten vom restlichen Team im Übrigen keinen allzu großen Mitleidsbonus erwarten: Unliebsame Aufgaben mit der Begründung "Das packe ich heute wirklich nicht" offensichtlich auf die Kollegen abwälzen - das schafft keine gute Stimmung im Büro. Im Zweifelsfall gehen Sie besser heim - und setzen die gesunden Kollegen nicht länger einer Virenattacke aus.
Quelle: t-online.de/business | .
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