UmfrageAcht von zehn Beschäftigten gehen krank zum JobErschienen am 26. Juni 2009 | dpa-tmn
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Medikamente für die KarriereFür den DGB-Index "Gute Arbeit" hatte die Firma TNS Infratest im Januar und Februar 7930 Beschäftigte befragt. Jeder Zweite (50 Prozent) ist demnach sogar mehrmals zur Arbeit gekommen, obwohl er sich "richtig krank" fühlte. Rund jeder Dritte (36 Prozent) gab an, dabei gegen den Rat eines Arztes seiner Arbeit nachgegangen zu sein. Fast die Hälfte der Beschäftigten (46 Prozent) hat sich der Umfrage zufolge Medikamente verschreiben lassen, um fit für die Arbeit zu sein - jeder Vierte hat das sogar mehrmals getan. Und 23 Prozent der Arbeitnehmer sagen, dass sie in den vergangenen zwölf Monaten schon einmal Urlaub genommen haben, um wieder gesund zu werden.Job wichtiger als GesundheitNicht selten stellen Betroffene dabei offenbar aus Angst um ihren Job ihre Gesundheit hinten an: Von den Arbeitnehmern, die um ihren Arbeitsplatz bangen mussten, sind 71 Prozent mehrmals krank zur Arbeit gegangen. Unter denjenigen, die keine Angst um ihren Job hatten, lag der Anteil nur bei 41 Prozent.Download - eBook Be Fit! Das Gesundheitscoaching Download - eBook Gesundheit & Arbeitsschutz Unterschiede in den EinkommensgruppenBeschäftigte mit einem niedrigen Einkommen gehen außerdem öfter krank zur Arbeit als Besserverdienende: So liegt der Wert bei Arbeitnehmern mit einem Einkommen zwischen 800 und 2500 Euro brutto im Monat über dem Durchschnitt, in der Gruppe mit monatlichen Einkünften von mehr als 3500 Euro dagegen darunter. Bei Beschäftigten mit einem Einkommen von 4500 bis 5000 Euro sind nur 39 Prozent mehrmals innerhalb von zwölf Monaten krank im Betrieb erschienen.Reinigungskräfte arbeiten oft trotz GesundheitsproblemenAm häufigsten gehen Reinigungskräfte und Beschäftigte in Entsorgungsunternehmen ihrer Arbeit nach, obwohl sie gesundheitlich angeschlagen sind - hier liegt die Quote bei 65 Prozent. Danach folgen Fachkräfte in der Chemie- und Kunststoffbranche mit 63 Prozent und Einzelhandelskaufleute mit 61 Prozent. Am wenigsten verbreitet ist das Phänomen in den Ingenieursberufen (35 Prozent), unter Informatikern (32 Prozent) und Wissenschaftlern (29 Prozent).
Quelle: dpa-tmn |
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