13.11.2009, 8:31 Uhr | t-online.de/business
Die Miele-Chefs Markus Miele (r.) und Reinhard Zinkann (Foto: dpa)
Seit 110 Jahren lenken zwei Familien den Haushaltsgerätehersteller Miele - und das durchgehend mit Erfolg. Für ihre Leistungen werden die derzeitigen Chefs jetzt als "Familienunternehmer des Jahres 2009" ausgezeichnet: Markus Miele und Reinhard Zinkann, Geschäftsführende Gesellschafter der Miele & Cie. KG. 2009 wurde der Preis damit erstmals an eine Doppelspitze vergeben.
Mit dem Preis zeichnen die Intes Akademie für Familienunternehmen und das Unternehmermagazin Impulse herausragende Persönlichkeiten und hervorragende Leistungen im Bereich Unternehmens- und/oder Familienstrategie aus. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Gütersloh gehört seit der Gründung 1899 den Inhaberfamilien Miele und Zinkann.
In der Entscheidungsbegründung verwies die Jury vor allem auf das Führungsmodell bei Miele: Die Mieles und Zinkanns würden jetzt seit vier Generationen auf eindrucksvolle Weise unter Beweis stellen, wie selbst ein schwieriges Führungsmodell wie eine Doppelspitze aus zwei Familien zum Erfolg führen kann, wenn alle Beteiligten bereit sind, ihre persönlichen Interessen hinter denen des Unternehmens zurückzustellen. Zudem mache das gleichzeitige Einbinden starker familienfremder Manager Miele zu einem Vorbild für alle Familienbetriebe, die fachliche Qualität und familiäre Kontinuität optimal verbinden wollen.
Mit elf Mitarbeitern, vier Drehbänken und einer Bohrmaschine sei das Unternehmen gestartet, so ftd.de. Stets vererbe der Vater den Chefposten an den Sohn weiter. Derzeit beschäftigten die Gütersloher rund 17.000 Menschen weltweit und erwirtschafteten einen Umsatz von mehr als 2,7 Milliarden Euro. Seit der Gründung gebe es kein Jahr ohne Gewinn, Miele wachse beständig.
"Wir ehren mit Markus Miele und Reinhard Zinkann die Vertreter eines vorbildlichen Familienunternehmens. Miele verdankt seinen Erfolg nicht der Hochseilakrobatik des Financial Engineerings, sondern den traditionellen Tugenden des Familienkapitalismus", sagte Peter May, Intes-Gründer und Vorsitzender der Jury. Neben einer starken Marke, hoher Qualität und Innovationskraft sowie Internationalität bei gleichzeitiger regionaler Verankerung habe das Unternehmen durch langfristiges Denken und eine außergewöhnliche Mitarbeiterorientierung auch in einer Zeit weltweiter Rezession Stabilität und Stärke bewiesen. Das mache Miele zum Vorbild für alle deutschen Familienunternehmen.
Der Preis "Familienunternehmer des Jahres" wird seit 2004 jährlich an herausragende Persönlichkeiten innerhalb der deutschen Familienunternehmen verliehen. Geehrt werden beispielhafte unternehmerische Leistungen, die dem langfristigen Erhalt von Familienunternehmen dienen. Ausgezeichnet werden können nur Personen, die Geschäftsführer und/oder Gesellschafter eines Familienunternehmens sind. Preisträger der letzten Jahre waren Bernhard Simon (Dachser GmbH & Co. KG), Dr. Jürgen Heraeus (Heraeus Holding GmbH) und Dr. Peter-Alexander Wacker (Wacker Chemie). Die Auswahl des Familienunternehmers des Jahres erfolgt durch eine unabhängige Jury unter Vorsitz von Intes-Gründer Peter May.
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