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IFA 2009

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Messe beflügelt Stimmung der Industrie

Erschienen am 24. September 2009 | dpa,Thorsten Gehrke / t-online.de/business
Der anfängliche Optimismus hat sich bestätigt, von Wirtschaftskrise war auf der 49. Funkausstellung nichts zu spüren. Die Auftragsbücher der Industrie sind nach der Messe gut gefüllt, der Handel wird mit neuer Technologie und energieeffizienten Geräten versorgt und die Messe Berlin meldet einen starken Besuch neugieriger Kunden.


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Aufträge für drei Millionen

Die Erwartungen der Aussteller wurden auf der diesjährigen Messe sogar übertroffen und sie melden einen Rekord bei den Bestellungen. Mit Aufträgen von mehr als drei Milliarden Euro sei das bisher beste Ergebnis von 2008 übertroffen worden, hieß es im Abschlussbericht in Berlin. Zur weltgrößten Branchenschau in den Hallen unter dem Funkturm kamen an sechs Tagen knapp 229.000 Besucher, rund 9000 mehr als im Vorjahr.

Anhaltender Preisverfall

Als bittere Pille für die Industrie bleibt ein anhaltender Preisverfall. Den Verbraucher freut es, wenn der Handel wegen der Konkurrenz Neuheiten schnell mit hohen Rabatten in den Markt drückt. Zugleich sei die Messe ihrem Innovationscharakter wieder gerecht geworden. "Auf der IFA wurden Bedürfnisse und Wünsche geweckt", sagte Jürgen Boyny, Direktor der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Und der Kunde lerne, dass er mit seinem Fernseher mehr machen könne, etwa ins Internet gehen oder digitale Fotos ansehen.

HiFi wieder Thema für Verbraucher

Mit dem Angebot von Filmen in gestochen scharfer Bildqualität steigt auch der Wunsch, einen entsprechenden (Kino)-Ton zu haben. Das treibt das Geschäft an, meint Boyny. Deshalb ist HiFi wieder ein Thema für die Verbraucher geworden. Ein ganz neues Erlebnis ist 3D-TV. "Das wird die Zukunft des Fernsehens, zumindest des Heimkinos sein", meint der GfK-Direktor.

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Neue Trends beobachtet

Die Experten waren sich auf der IFA allerdings uneins, ob es für 3D-Geräte eine schnelle Einführung gibt oder die Technik noch einige Jahre bis zur Marktreife braucht. Durch falsche Ankündigungen dürften die Verbraucher nicht verunsichert werden, wurde gemahnt. Und auf der IFA haben sich sehr viele Menschen über Trends kundig gemacht.

Nachfrage nach großen Fernsehern

Bei den TV-Geräten haben sich flache Bildschirme mit 40 Zoll (104 Zentimeter) als eine Art Standardgröße etabliert, berichtet der IFA-Veranstalter gfu. Bei alten Röhrengeräten waren es 26 Zoll, allerdings hatten diese Schrankgröße. Der Hersteller Sharp sieht einen Trend zu noch größeren Formaten. "Wir registrieren eine Nachfrage für 52 Zoll-Geräte. Davon sind wir etwas überrascht worden", räumt Deutschland- Geschäftsführer Frank Bolten ein. Er begründet die Nachfrage mit der besseren Filmqualität durch Blu-Ray.

Gute Stimmung bei Unternehmen

Bei den Unternehmen macht sich mit der IFA eine gute Stimmung breit. Panasonic meldet mehr Aufträge als im vergangenen Jahr. Auch bei Philips brummte schon einen Tag vor IFA-Ende das Geschäft. Es stehen mehr Bestellungen in den Büchern als im Vorjahr. Beide Unternehmen nennen den Trend: flachere und größere TV-Geräte und mehr Nachfrage nach Blu-Ray. Erste Rekorder des Abspielformats sollen im kommenden Jahr angeboten werden. Zudem erkenne der Handel die Verbindung von Internet und Fernsehen zunehmend als Markt. Angebote für mobile Kommunikation dürfte im Herbst- und Weihnachtsgeschäft ebenfalls eine große Rolle spielen.

Geringer Wasser- und Energieverbrauch gefragt

Die Anbieter von Haushaltsgeräten sind ebenfalls zufrieden. "Wir haben mehr Aufträge als im vergangenen Jahr und der Handel ist für Neuheiten sehr aufgeschlossen", sagt Ulrich Twiehaus, Marketingleiter der Siemens-Elektrogeräte. Schonendes Kochen mit Dampfgarer sei ein Thema. Insgesamt interessiere sich der Handel vor allem für neue Geräte mit geringem Wasser- und Energieverbrauch. Ähnliches berichtet Bosch. Gefragt seien Produkte und Technologien, die die Umwelt schützen, die Lebensqualität in den Alltag bringen und Geldsparen. Die IFA 2009 zeigt auch: Note- und Netbooks gehören demnächst ebenso zur Haushaltsausstattung wie Kühlschränke.


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Quelle: dpa,Thorsten Gehrke / t-online.de/business
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