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JobtrendsDen Personalchefs ins Auge fallenErschienen am 09. Februar 2010 | FTD, Sabine Meinert
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Superchancen für WirtschaftswissenschaftlerBewerber mit einem Schwerpunkt auf Wirtschaft haben derzeit gute Karten. Die Wirtschaftswissenschaften gehören im Moment zu den begehrtesten Fachrichtungen, vor Betriebswirtschaftslehre, Wirtschaftsingenieurwesen und Wirtschaftsinformatik, wenn es um die Einstellung von Mitarbeitern geht. Auch Wirtschaftsmathematiker sind gefragt, zeigt die JobTrends-Studie 2009 des Unternehmens Staufenbiel.
Fächerkombination zähltBerufseinsteiger müssen zudem deutlich häufiger damit rechnen, dass ihr Studienverlauf und das Zeugnis genauer unter die Lupe genommen wird - das ist für 81 beziehungsweise 82 Prozent der Personalchefs von Bedeutung. Wichtigstes Einstellungskriterium bleibt aber die fachliche Ausrichtung, die Fächerkombination. Für 94 Prozent der Personalverantwortlichen spielt dieser Punkt die größte Rolle bei ihrer Entscheidung. Quereinsteiger werden es damit in den kommenden Monaten schwerer haben. Stark im Kommen ist dagegen die Kombination aus spezifischem Fachwissen und wirtschaftswissenschaftlichem Zusatzwissen, gaben die Personalabteilungen zu Protokoll.Download - eBook Die 101 häufigsten Bewerbungsfehler Download - eBook 101 Fragen und Antworten im Vorstellungsgespräch Rosige Aussichten für UnternehmensberaterDie Unternehmen schätzen, dass sie wegen der Krise zunächst weniger Wirtschaftswissenschaftler brauchen. Bezogen auf die nächsten fünf Jahre rechnen sie jedoch mit einem wachsenden Bedarf. Besonders im Consulting, der Finanzbranche und bei Dienstleistern sieht es auf mittlere Sicht rosig aus, so die Personalentscheider.
Dienstleister und Informatiker gefragtIngenieure, bisher äußerst gefragt, werden nach Meinung der Experten in nächster Zeit dagegen in den klassischen Berufsfeldern Industrie und Autobau weniger angestellt werden. Dennoch wird sich bis 2015 die Nachfrage wieder verstärken. In der Dienstleistungsbranche sind sogar mehr als 70 Prozent der Unternehmen für die nächsten fünf Jahre optimistisch. Ähnlich zeigt sich die Situation bei Informatikern. Juristen bleiben dagegen von der Wirtschaftskrise weitgehend verschont - die Mehrzahl der Firmen schätzt, dass der Bedarf an juristischen Fachkräften gleichbleibt, so die Staufenbiel-Studie. Am besten scheint die Situation für Naturwissenschaftler: gute Aussichten im Moment, steigende Nachfrage in den kommenden Jahren.Ohne Englischkenntnisse und Praktika geht nichtsOhne Englischkenntnisse geht dagegen nichts mehr. Fast 90 Prozent der Unternehmen erwarten, dass Bewerber die Sprache beherrschen. Nur Unternehmen, die auf Wirtschaftswissenschaftler fokussieren, halten es für wichtiger, dass künftige Mitarbeiter ein oder mehrere Praktika vorweisen können. Praktika stehen aber insgesamt bei den Personalern hoch im Kurs. Desweiteren werden Auslandsaufenthalte gern gesehen (66 Prozent). Auffällig: Auch außeruniversitäres Engagement bewerten Personalchefs sehr hoch. Immerhin 67 Prozent der Befragten legen Wert darauf. Studentenjobs oder Ehrenämter erhalten damit einen deutlich höheren Stellenwert.Ideale Bewerber sind kommunikativ, belastbar und leistungsbereitWelche persönlichen Vorzüge die Bewerber mitbringen sollen, ist für die Verantwortlichen sehr eindeutig: Sie wünschen sich selbständige, kommunikative, teamfähige Mitarbeiter in spe, die analytische Fähigkeiten mitbringen, belastbar und leistungsbereit sind.Einstiegsgehälter steigenFür die hohen Anforderungen und Qualifikationen sind die Unternehmen auch bereit, mehr zu zahlen als im Vorjahr. Absolventen der Wirtschaftswissenschaften können derzeit mit einem Gehalt zwischen 38.000 und 41.000 Euro rechnen, ebenso Geisteswissenschaftler. Ingenieure, Informatiker und Naturwissenschaftler erzielen bis zu 44.000 Euro Jahresgehalt. Juristen können mit 47.000 bis 50.000 Euro rechnen. Wer den Einstieg geschafft hat, wird oftmals sogar mit maßgeschneiderten Weiterbildungsprogrammen unterstützt.Die Staufenbiel JobTrends-Studie 2009 erhebt online Daten zur Rekrutierung von Hochschulabsolventen und zu Job-Angeboten von Unternehmen, außerdem zu Entwicklungsmöglichkeiten, Bewerbungs- und Auswahlverfahren. Befragt wurden Personalverantwortliche aus 349 Unternehmen im Sommer 2009, die zusammen mehr als sieben Millionen Mitarbeiter weltweit beschäftigen.
Quelle: FTD, Sabine Meinert |
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