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Den Personalchefs ins Auge fallen

Erschienen am 09. Februar 2010 | FTD, Sabine Meinert 
Personalprofis positiv aufzufallen ist keine Kunst. (Foto: Archiv)
Personalprofis positiv aufzufallen ist keine Kunst. (Foto: Archiv)
Mindestens zehn Bewerbungen müssen Absolventen derzeit abschicken, um einmal zum Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. Für die Kandidaten ist deshalb wichtig, sich von anderen abzusetzen. Eine Studie zeigt, womit man die Bewerber-Konkurrenz hinter sich lassen kann.

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Superchancen für Wirtschaftswissenschaftler

Bewerber mit einem Schwerpunkt auf Wirtschaft haben derzeit gute Karten. Die Wirtschaftswissenschaften gehören im Moment zu den begehrtesten Fachrichtungen, vor Betriebswirtschaftslehre, Wirtschaftsingenieurwesen und Wirtschaftsinformatik, wenn es um die Einstellung von Mitarbeitern geht. Auch Wirtschaftsmathematiker sind gefragt, zeigt die JobTrends-Studie 2009 des Unternehmens Staufenbiel.

Gefragte Fachrichtungen (Top 20)

1.

Wirtschaftswissenschaften

55 Prozent

2.

Betriebswirtschaftslehre

51 Prozent

3.

Wirtschaftsingenieurwesen

47 Prozent

4.

Wirtschaftsinformatik

42 Prozent

5.

Informatik/IT/Informationstechnik

41 Prozent

6.

Maschinenbau

39 Prozent

7.

Elektrotechnik/Elektronik

34 Prozent

8.

Volkswirtschaftslehre

23Prozent

9.

Rechtswissenschaften

22 Prozent

10.

Wirtschaftsmathematik

21 Prozent

11.

Mechatronik

20 Prozent

12.

Produktionstechnik

20 Prozent

13.

Konstruktionstechnik

19 Prozent

14.

Verfahrenstechnik/Chemieingenieurwesen

19 Prozent

15.

Techn. Informatik/Ingenieurinformatik

18 Prozent

16.

Automatisierungstechnik

18 Prozent

17.

Mathematik

17 Prozent

18.

Software-Engineering

17 Prozent

19.

Energietechnik

17 Prozent

20.

Logistik/Fördertechnik

16 Prozent

Basis: Angaben von 314 Unternehmen (Mehrfachnennungen möglich)

 

Fächerkombination zählt

Berufseinsteiger müssen zudem deutlich häufiger damit rechnen, dass ihr Studienverlauf und das Zeugnis genauer unter die Lupe genommen wird - das ist für 81 beziehungsweise 82 Prozent der Personalchefs von Bedeutung. Wichtigstes Einstellungskriterium bleibt aber die fachliche Ausrichtung, die Fächerkombination. Für 94 Prozent der Personalverantwortlichen spielt dieser Punkt die größte Rolle bei ihrer Entscheidung. Quereinsteiger werden es damit in den kommenden Monaten schwerer haben. Stark im Kommen ist dagegen die Kombination aus spezifischem Fachwissen und wirtschaftswissenschaftlichem Zusatzwissen, gaben die Personalabteilungen zu Protokoll.

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Rosige Aussichten für Unternehmensberater

Die Unternehmen schätzen, dass sie wegen der Krise zunächst weniger Wirtschaftswissenschaftler brauchen. Bezogen auf die nächsten fünf Jahre rechnen sie jedoch mit einem wachsenden Bedarf. Besonders im Consulting, der Finanzbranche und bei Dienstleistern sieht es auf mittlere Sicht rosig aus, so die Personalentscheider.


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Dienstleister und Informatiker gefragt

Ingenieure, bisher äußerst gefragt, werden nach Meinung der Experten in nächster Zeit dagegen in den klassischen Berufsfeldern Industrie und Autobau weniger angestellt werden. Dennoch wird sich bis 2015 die Nachfrage wieder verstärken. In der Dienstleistungsbranche sind sogar mehr als 70 Prozent der Unternehmen für die nächsten fünf Jahre optimistisch. Ähnlich zeigt sich die Situation bei Informatikern. Juristen bleiben dagegen von der Wirtschaftskrise weitgehend verschont - die Mehrzahl der Firmen schätzt, dass der Bedarf an juristischen Fachkräften gleichbleibt, so die Staufenbiel-Studie. Am besten scheint die Situation für Naturwissenschaftler: gute Aussichten im Moment, steigende Nachfrage in den kommenden Jahren.

Ohne Englischkenntnisse und Praktika geht nichts

Ohne Englischkenntnisse geht dagegen nichts mehr. Fast 90 Prozent der Unternehmen erwarten, dass Bewerber die Sprache beherrschen. Nur Unternehmen, die auf Wirtschaftswissenschaftler fokussieren, halten es für wichtiger, dass künftige Mitarbeiter ein oder mehrere Praktika vorweisen können. Praktika stehen aber insgesamt bei den Personalern hoch im Kurs. Desweiteren werden Auslandsaufenthalte gern gesehen (66 Prozent). Auffällig: Auch außeruniversitäres Engagement bewerten Personalchefs sehr hoch. Immerhin 67 Prozent der Befragten legen Wert darauf. Studentenjobs oder Ehrenämter erhalten damit einen deutlich höheren Stellenwert.

Ideale Bewerber sind kommunikativ, belastbar und leistungsbereit

Welche persönlichen Vorzüge die Bewerber mitbringen sollen, ist für die Verantwortlichen sehr eindeutig: Sie wünschen sich selbständige, kommunikative, teamfähige Mitarbeiter in spe, die analytische Fähigkeiten mitbringen, belastbar und leistungsbereit sind.

Einstiegsgehälter steigen

Für die hohen Anforderungen und Qualifikationen sind die Unternehmen auch bereit, mehr zu zahlen als im Vorjahr. Absolventen der Wirtschaftswissenschaften können derzeit mit einem Gehalt zwischen 38.000 und 41.000 Euro rechnen, ebenso Geisteswissenschaftler. Ingenieure, Informatiker und Naturwissenschaftler erzielen bis zu 44.000 Euro Jahresgehalt. Juristen können mit 47.000 bis 50.000 Euro rechnen. Wer den Einstieg geschafft hat, wird oftmals sogar mit maßgeschneiderten Weiterbildungsprogrammen unterstützt.

Die Staufenbiel JobTrends-Studie 2009 erhebt online Daten zur Rekrutierung von Hochschulabsolventen und zu Job-Angeboten von Unternehmen, außerdem zu Entwicklungsmöglichkeiten, Bewerbungs- und Auswahlverfahren. Befragt wurden Personalverantwortliche aus 349 Unternehmen im Sommer 2009, die zusammen mehr als sieben Millionen Mitarbeiter weltweit beschäftigen.


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Quelle: FTD, Sabine Meinert 
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