02.06.2009, 15:16 Uhr | dpa-tmn / t-online-business
Kollegen, die im Gespräch ausfallend werden, sollten Sie in die Schranken weisen. (Foto: Imago)
"Sie haben ja wohl überhaupt keine Ahnung!", "Sie sind ja eine totale Niete" - gerade bei schwierigen Diskussionen oder in der heißen Phase einer Verhandlung kann es vorkommen, dass der Gesprächspartner ausfallend wird. Dann nur nicht zurückpampen: Mit den folgenden Tipps gelingt es Ihnen sicher, Ihr Gegenüber auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen und die Situation zu entspannen.
"Ihr Vorschlag ist kompletter Schwachsinn" - hinter solchen verbalen Angriffen steckt die Absicht, die eigene Verhandlungsposition zu verbessern und das Gegenüber aus dem Konzept zu bringen, erläutert der Verlag für die Deutsche Wirtschaft in Bonn. Dagegen helfen einige einfache Strategien, die möglichst ohne langes Zögern angewendet werden: Ignorieren ist einen Versuch wert.
Ein nächster Tipp für den Fall, dass das den Gesprächspartner nicht dazu bringt, seine Attacken zu unterlassen: Teilen Sie ihm bei der nächsten Unterbrechung mit, dass Sie die vorgebrachten Äußerungen zur Kenntnis nehmen, sich aber auf die eigentliche Sache konzentrieren wollen. Dabei sollte der verbale Angreifer nicht direkt angesprochen werden. Bleibt der Wüterich hartnäckig, kann versucht werden, den nächsten Angriff mit der Erwiderung zu stoppen, später darauf zurückzukommen. Damit lassen Sie Ihr Gegenüber ins Leere laufen.
Dabei empfehlen sich deutliche Worte - etwa "Entschuldigen Sie, ich war noch nicht fertig. Danach höre ich Ihnen gern zu". Eine Alternative ist, den rhetorischen Krawallmacher mit Rückfragen in die Defensive zu bringen: "Was genau stört Sie an meinem Konzept?" Sinnvoll kann es beispielsweise sein, ihn aufzufordern, einen Vorschlag für eine zeitgerechte Lösung zu machen, so der Fachverlag. Eine direkte persönliche Konfrontation sollten Sie dabei vermeiden, raten die Experten. Steigert sich der Angreifer in persönliche Beleidigungen hinein, ist es allerdings nicht klug, die Beschimpfungen einfach hinzunehmen.
In diesem Fall zeigt man Stehvermögen, indem man die Diffamierungsversuche klar und eindeutig zurückweist. Wichtig ist allerdings, gleichzeitig zu signalisieren, jederzeit zur weiteren sachlichen Diskussion bereit zu sein. Druck aus dem Kessel kann auch nehmen, eine kurze Pause vorzuschlagen, in der alle Beteiligten etwas Abstand zur bisherigen Diskussion gewinnen. Keine gute Idee ist es den Experten zufolge, das Gespräch abzubrechen. Dann sei nicht sicher, ob der auf Krawall gebürstete Verhandlungspartner die persönlichen Attacken aufgibt.
dpa-tmn / t-online-business
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