24.04.2008, 14:03 Uhr | t-online.de/business / www.markenlexikon.com
Aldi, Bärenmarke oder McDonald's - jeder kennt diese Marken. Doch kaum jemand macht sich Gedanken darüber, wo die Markennamen eigentlich herkommen. Wer weiß schon, was die Markennamen bedeuten und wie sie entstanden sind? Markenexperte Karsten Kilian von www.markenlexikon.com kennt die Antworten - wir haben sie in einer Foto-Show zusammengestellt.

Wissen Sie, woher der Name "Bärenmarke" stammt? (Foto: Bärenmarke)
Hätten Sie es gewusst?
Wussten Sie, dass der Name Aral aus der Kombination der beiden Kohlenwasserstoffgruppen Aromate (Benzol) und Aliphate (Benzin) entstanden ist, die die beiden Hauptbestandteile des seit 1924 vermarkteten "Super"-Kraftstoffes sind? Oder hätten Sie geahnt, dass der Name Odol für das bekannte Mundwasser aus dem griechischen Wort "Odontus" (Zahn) und dem lateinischen Wort "Oleum" (Öl) abgeleitet ist und soviel bedeutet wie "Zahnöl"?
Raus aus der Anonymität
"Markennamen geben dem ansonsten anonymen Produkte einen Namen und erhöhen dadurch die Unterscheidungsfähigkeit zu anderen Produkten der gleichen Kategorie", sagt Kilian. Marketing-Experten unterscheiden bei der Namensgebung sechs Kategorien.
Eigennamen als Kennzeichen
Dazu gehört zum einen die reine Buchstabenfolge wie etwa BASF, AEG oder IBM. Hoch im Kurs sind aber auch Eigennamen, die für eine Marke stehen. So etwa "Michelin" oder "Melitta". Gerne benutzt werden dazu mythologische oder historische Namen wie "Ajax" oder "Fürst Metternich". Des Weiteren sind geografische Namen oder auch Ortsnamen typisch, zum Beispiel "Montblanc" oder "Roma".
Name verrät, was Produkt kann
Grundlage für einen Markennamen sind häufig Eigenschaftsbeschreibungen. Beispiele hierfür sind "Softies" oder "Kuschelweich", sowie "Tipp Ex" (Verwendungszweck) und "Bübchen" (Zielgruppe). Auch Namen aus dem allgemeinen Wortschatz können in Markennamen einfließen. Kilian nennt hier als Beispiel "Wisch&Weg" oder "Du darfst".
Kunstname oder Zahlenreihe?
Auch Kunstwörter, haben das Zeug, ein echter Markenschlager zu werden. Produkte wie "Omo" oder "Maoam" klingen zwar wie aus einer anderen Welt, doch haben sie sich inzwischen wie selbstverständlich in unseren Alltag geschlichen. Daneben können sogar Wortfolgen geeignet sein, eine Marke zu etablieren, so wie etwa "Terres des Hommes". Sogar die Zahlenreihen 4711 oder 501 schafften es in die oberste Liga der Markennamen. Dass es sich hierbei nicht um Telefonnummern, sondern um ein Duftwässerchen und eine Jeans handelt - diese Botschaft ist nun wirklich angekommen.
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