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Jack Wolfskin nimmt umstrittene Abmahnungen zurück

Erschienen am 23. Oktober 2009 | dpa
Jack Wolfskin nimmt Abmahnungen an Kleinhändler zurück. (Foto: dpa)
Jack Wolfskin nimmt Abmahnungen an Kleinhändler zurück. (Foto: dpa)
Der Outdoor-Ausrüster Jack Wolfskin lenkt im Streit mit Kleinhändlern um angebliche Markenrechtsverstöße ein. Das Unternehmen will seine umstrittenen Abmahnungen zurücknehmen.




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Heftige Kritik von Kunden und im Internet

"Die zum Teil heftige Kritik unserer Kunden in den aktuellen Fällen der DaWanda-Anbieter nehmen wir ernst und zum Anlass, unser Vorgehen kritisch zu hinterfragen", erklärte Geschäftsführer Manfred Hell am Freitag am Unternehmenssitz in Idstein im Taunus. Heftige Reaktionen im Internet hätten zum Einlenken geführt.

Keine rechtlichen Schritte

Jack Wolfskin hatte mehrere Kleinhändler, die handgefertigte Produkte über den Online-Marktplatz DaWanda.de verkaufen, abgemahnt. Nach Ansicht des Unternehmens hatten sie sein geschütztes Tatzen-Logo verwendet. Die Betroffenen bestritten dies und argumentierten, ihre Motive sähen dem Wolfskin-Logo überhaupt nicht ähnlich. Jack Wolfskin forderte jeweils bis zu knapp 1000 Euro. Das hatte im Internet Empörung ausgelöst. Gegen die zehn Anbieter werde es keine weiteren rechtlichen Schritte mehr geben, erklärte der Outdoor-Ausrüster nun.

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Kosten werden erlassen

"Wir sind immer bemüht, mit Augenmaß und nur dort vorzugehen, wo wir unsere Schutzrechte wirklich gefährdet sehen", sagte Hell. Dies bedeute, dass Jack Wolfskin mit dem Entfernen der betroffenen Produkte von der Internetplattform die Fälle als erledigt ansehe und den Anbietern die Kosten erlasse. "Darüber hinaus wird Jack Wolfskin sein Vorgehen in Fällen von kleingewerblichen Angeboten verändern."

"Anwaltliche Hilfe soll in Zukunft erst ein letzter Schritt sein"

Das Unternehmen werde in Zukunft zunächst auf anwaltliche Schritte verzichten und selbst Kontakt aufnehmen. "Anwaltliche Hilfe soll in Zukunft erst ein letzter Schritt sein."

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Quelle: dpa
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