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Porsche Boxster Spyder

Rückkehr einer Legende

Erschienen am 11. November 2009 | manager-magazin.de, Tom Grünweg
Porsche Boxster Spyder (Foto: Porsche)
Porsche Boxster Spyder (Foto: Porsche) Vergrößern
Porsche gibt sich als modernes Unternehmen - mit Retrodesign will der Autobauer nichts zu tun haben. Dennoch orientieren sich die Zuffenhausener an der Vergangenheit - jedoch eher konzeptionell. So lebt der legendäre Porsche 550 nun im neuen Boxster Spyder wieder auf.

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Auf James Deans Spuren

Um dem Modell Boxster in der zweiten Hälfte des Modellzyklus noch einmal Schwung zu geben, legen die Schwaben jetzt ein Sondermodell im Geist des legendären Porsche 550 Spyder auf. Jenem Auto, in dem Schauspieler James Dean den Tod fand. Weltpremiere feiert der Porsche Spyder Anfang Dezember auf der Autoshow in Los Angeles, in den Handel kommt der Wagen dann im Februar 2010 zu Preisen ab 63.404 Euro.

Leichter, stärker und schneller

Sondermodelle dieser Art gab es zwar schon mehrmals bei Porsche, doch diesmal bietet der Wagen mehr als eine Sonderlackierung, spezielle Felgen und bunte Aufkleber. Für die rund 7000 Euro Preisaufschlag auf das Modell Boxster S erhält man tatsächlich ein anders konstruiertes Auto. Der neue Zweisitzer ist nicht nur schöner als den normalen Roadster, sondern auch leichter, stärker und schneller.

Ein bisschen PS mehr

Die Ingenieure entlocken dem 3,4 Liter großen Benzindirekteinspritzer noch einmal zehn PS mehr. Mit nun 320 Pferdestärken beschleunigt der Sechszylinder-Boxermotor im Duett mit dem Doppelkupplungsgetriebe in 4,8 Sekunden auf Tempo 100 - das ist fast eine halbe Sekunde weniger als der Boxster S benötigt. Das Spitzentempo mit offenem Verdeck liegt bei 267 km/h, der angebliche Durchschnittsverbrauch bei 9,3 Litern.

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Markante Doppelhutze

Zu erkennen ist der Spyder auf den ersten Blick am neuen Heckdeckel. Der trägt, ähnlich wie seinerzeit der Carrera GT, zwei Hutzen, die den Wagen optisch in die Länge ziehen. Und wo sich beim normalen Boxster auf Knopfdruck ein stabiles Allwetter-Textildach auf Knopfdruck automatisch zwischen Haupt und Himmel schiebt, gibt es für den Spyder nur eine dünne Haube aus Stoff mit einem Einfachst-Gestänge, das von Hand betätigt werden muss.

"Leichter Sonnen- oder Wetterschutz"

Der Regen lässt sich so zwar aussperren, wohlig warm wird es aber wohl nicht. Kein Wunder, dass Porsche etwas kleinlaut von einem "leichten Sonnen- oder Wetterschutz" spricht und den Wagen erst einmal im klimatisch verwöhnten Kalifornien präsentiert.

Leichtestes Serienmodell

Der Spyder wiegt fast zwei Zentner weniger als der Boxster S und wird mit 1275 Kilogramm zum derzeit leichtesten Serienmodell der Porsche-Palette. Deshalb gleich von Leichtbau zu sprechen, wäre aber unsinnig: Schließlich brachte das Vorbild aus den fünfziger Jahren gerade mal 550 Kilogramm auf die Waage.

Retro ist in

Auch wenn Porsche den Begriff Retro scheut, ist der Rückgriff auf alte Zeiten bei den Zuffenhausenern gerade in Mode. Auch beim Modell 911 kramten die Schwaben kürzlich in der Mottenkiste und holten für das auf 250 Exemplare limitierte Sondermodell Sport Classic den Entenbürzel-Heckspoiler des Carrera RS 2.7 aus dem Modelljahr 1973 zurück. Porsche-Fans wie Gerald Nitsch geht die Rückbesinnung in Zuffenhausen allerdings nicht weit genug: Der Tüftler aus Ostfildern trauerte seinem geliebten 911 Targa so sehr nach, dass er jetzt einen Umrüstsatz entwickelt hat. Denn das, was Porsche seit dem Ende der Baureihe 964 im Jahr 1993 unter dem alten Namen Targa verkauft, ist für Puristen nicht mehr als ein Coupé mit gläsernen Schiebedach.

Wie ein klassischer Targa

Nitsch entwickelte nun mit seiner Firma GTN Automotive eine Kappe aus Karbon und Polycarbonat, die das aktuelle Cabrio wieder in einen klassischen Targa verwandelt. Das Retro-Extra hat allerdings seinen Preis: Während das Hardtop bei Porsche rund 3000 Euro kostet, verlangt Nitsch für die Targa-Replika mehr als das Dreifache.

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Quelle: manager-magazin.de, Tom Grünweg

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