Zur Startseite t-online.de
Sie sind hier: Specials > Gesundheit >

Studie: Großraumbüros machen krank

...

Durchschnitt aller Bewertungen: 0 Sterne

(0)
Schriftgröße ändernSchriftgröße ändern Schrift
mehr drucken

Großraumbüros machen krank

aktualisiert am 13.02.2009, 14:46 Uhr | AFP/ t-online.de/business

Mitarbeiter müssen enger zusammenrücken. (Foto: Imago)

Mitarbeiter müssen enger zusammenrücken. (Foto: Imago)

Es ist laut, stickig und der Kollege kann jederzeit auf den Bildschirm nebenan schauen - bei der Arbeit im Großraumbüro. Und eine Studie beweist jetzt: Arbeit im Großraumbüro macht krank. Das allerdings muss nicht sein, denn Chefs können die Büros auch so gestalten, dass ihre Mitarbeiter bei der Arbeit gelassener, gesünder und zufriedener sind.

Moderne Bürogestaltung analysiert

Eine australische Studie hat es belegt, was viele schon lange vermuteten: Mitarbeiter in Büros ohne Wände sind schneller gestresst, weniger produktiv und bekommen rascher Erkältungen. Für ihre Untersuchung haben australische Forscher unter Leitung von Vinsh Oommen weltweite Studien zu den Auswirkungen moderner Bürogestaltung analysiert und herausgefunden, dass diese zu 90 Prozent über negative Einflüsse auf Psyche und Gesundheit berichten.

Zahlreiche Probleme

"Angestellte in Großraumbüros haben mit einer Reihe von Problemen zu kämpfen. Sie leiden unter Reizüberflutung, Verlust von Privatsphäre, Identitätsverlust, niedriger Produktivität und geringer Zufriedenheit", schreibt Oommen in der jüngsten Ausgabe der Fachzeitschrift "Asia-Pacific Journal of Health Management". Sie litten unter dem Gefühl, dass ihre Kollegen ihre Arbeit stets überwachen könnten. Der ständige Geräuschpegel mindere ihre Konzentration und führe immer wieder zu Streit mit Kollegen, wenn diese zum Beispiel zu laut telefonierten. Hinzu käme, dass sie sich bei kranken Kollegen rascher ansteckten.

Soziale und psychologische Bedürfnisse berücksichtigen

Bei der Entscheidung für Großraumbüros spiele bisher nur eine Rolle, dass Firmen auf diese Weise "bis zu 20 Prozent ihrer Entwicklungskosten" senken könnten. Die Gestaltung des Arbeitsplatzes dürfe aber nicht allein von möglichen Kosteneinsparungen abhängen, sondern müsse auch die vielfältigen sozialen und psychologischen Bedürfnisse der Angestellten berücksichtigen.

Arbeitsplätze altersgemäß einrichten

Arbeitgeber sollten Arbeitsplätze etwa auf die Bedürfnisse ihrer älteren Angestellten ausrichten. Ab wann ein Mitarbeiter als älter gilt, ist laut Feldmann allerdings nicht genau festgelegt. Je nach Definition kann das ab dem 50. oder 60. Lebensjahr der Fall sein, manchmal sogar schon ab dem 40. Lebensjahr. Jörg Feldmann von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAUA) rät: "Das hängt außerdem immer ganz von der Person ab."

Höhenverstellbare Tische und Stühle

Für die Arbeit im Büro empfiehlt die BAUA höhenverstellbare Tische und Stühle. Die Höhen sollten sich so verändern lassen, dass der Arbeitnehmer auch stehend am Tisch arbeiten kann. Zwar sind diese Steh-Sitz-Arbeitsplätze auch für jüngere Beschäftigte von Vorteil, Ältere profitieren aber noch mehr davon. Denn grundsätzlich gilt: "Je bequemer ich sitze, desto stärker verliere ich an Muskelmasse, und im Alter nimmt der Muskelabbau in der Regel zu", erklärte Experte Feldmann.

Ausreichende Beleuchtung

Außerdem muss das Büro ausreichend beleuchtet sein. "Ältere Arbeitnehmer haben häufiger Probleme mit dem nahen Sehen und brauchen mehr Licht", sagte Feldmann. Daher sollte die Beleuchtung doppelt so hell sein wie im Normalfall. Neben der Beleuchtung von oben hat der Angestellte im Idealfall noch eine Zusatzbeleuchtung. Auch ein Bildschirm mit besonders hoher Auflösung erleichtert ihm die Arbeit.

AFP/ t-online.de/business  

Bitte geben Sie eine Bewertung ab

bewerten
Inhalt versenden versenden
Leserbrief an die Redaktion

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus.
Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Diese Mail an
mailing-ifrarr

Artikel versenden

Empfänger
Absender
Name
Name
E-Mail
E-Mail
Nachricht
     
 

Inhalt verlinken

 

Verlinken Sie uns, wenn Ihnen der Artikel gefallen hat.

 
Bookmarken:
google
mrwong
Yahoo
DelIcioUs
oneview
MySpace
Linkarena

Kommentare (0)

Thema: "Studie: Großraumbüros machen krank"

Es sind noch keine Kommentare zu diesem Artikel vorhanden.
Seite:

Kommentar schreiben

Name
Betreff
Kommentar: (Maximal 500 Zeichen)

Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Haken

Vielen Dank. Ihr Kommentar wurde versendet!

Kommentar schreiben



Zu diesem Artikel/Thema können keine weiteren Kommentare mehr abgegeben werden.

Kommentar melden

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstössige Inhalte enthält.

 

Haken

Vielen Dank! Ihr Hinweis wurde von der Redaktion entgegengenommen.
mailing-ifrarr

eBook Shop

Burn-Out vermeiden

30 Minuten gegen Burn-out (Foto: Gabal)

Wie Sie Symptome erkennen und was Sie gegen das Ausbrennen tun können. mehr

Stress-Test

Wie souverän sind Sie?

Wie souverän sind Sie wirklich? (Foto: Imago)

Testen Sie, wie stressresistent und gelassen Sie in anstrengenden Situationen wirklich sind. Quiz

Firmenauskunft

Firmenauskünfte abrufen

Firmenauskünfte (Foto: Imago)

Informieren Sie sich hier schnell und einfach über Ihre Konkurrenz und Partner. mehr

Business-Blog

Nutzerfreundliche Websites

Business-Blog: Nutzerfreundliche Websites (Foto: Imago)

Struktur, Design, Sprache: Experte erklärt, worauf Sie unbedingt achten sollten. Business-Blog

t-online.de Shop

HDTV zum Hammerpreis

Samsung PS-42 C 450 B1WXXC Schwarz Plasma TV, HDready, 600Hz, DVB-T/C, CI+

107 cm (42 Zoll) Flachbild-TV mit DVB-T/C für sensationelle 439,- €. Samsung PS-42 C 430

Anzeige
Zur breiten Ansicht
© Deutsche Telekom AG 2010

Anzeige