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Die schrägsten Fehler im Bewerbungsgespräch

Erschienen am 20. November 2008 | t-online.de/business
So nicht! Die Nase sollte ausschließlich mit einem Taschentuch geputzt werden. (Foto: Imago)
So nicht! Die Nase sollte ausschließlich mit einem Taschentuch geputzt werden. (Foto: Imago)
Wer einen neuen Job sucht, gibt sich beim Vorstellungsgespräch die größte Mühe, einen positiven Eindruck beim potenziellen neuen Arbeitgeber zu hinterlassen - sollte man meinen. Doch was Chefs, Personalverantwortliche und Bewerbungsexperten bei den Gesprächen mit den Kandidaten tatsächlich erleben, ist kaum zu glauben.




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Mutter im Schlepptau

Bewerber, die während des Gesprächs in der Nase bohren, Jobsuchende, die mit der Mutter zum Gespräch auftauchen oder auch Kandidaten, die dem Chef dreist ins Gesicht lügen und dabei direkt auffliegen. Zu diesem Ergebnis kommt zumindest eine von der Online-Stellenbörse CareerBuilder.de in Auftrag gegebene Studie unter Managern und Personal-Experten. Sie wurden befragt, welches die ungewöhnlichsten Fehler von Bewerbern waren.

Die gröbsten Schnitzer im Vorstellungsgespräch

Zusätzlich zu den ungewöhnlichsten groben Fehlern sollten die Arbeitgeber außerdem die häufigsten und für den Jobanwärter schädlichsten Fehler während eines Bewerbungsgesprächs angeben. 73 Prozent der Arbeitgeber nannten scheinbares Desinteresse als schädlichsten Fehler, den ein Bewerber während eines Gesprächs machen kann. Auf dem zweiten Platz mit 63 Prozent folgten negative Äußerungen über den aktuellen oder einen vorherigen Arbeitgeber. Auf dem dritten Platz landete Arroganz mit 46 Prozent. Weitere Fehler waren unpassende Kleidung (25 Prozent), das Ausbleiben guter und sinnvoller Fragen (24 Prozent) sowie ungenaue Antworten (zwölf Prozent).

Rückschlüsse auf Zusammenarbeit

"Bewerbungsgespräche lassen gewisse Rückschlüsse auf die Art und Weise der künftigen Zusammenarbeit zu - zum Beispiel wie der Bewerber auf Druck reagiert, was ihn motiviert und wie er mit anderen umgeht", erläutert Severin Wilson, Managing Director von CareerBuilder Deutschland. "Wenn ein Bewerber eher negativ rüberkommt, er nicht auf das Gespräch vorbereitet ist oder er schnell nervös wird, ist das für den potenziellen Arbeitgeber bereits ein Alarmsignal. Informieren Sie sich daher gut über das Unternehmen, üben Sie schon vorher Antworten auf mögliche Fragen ein und bleiben Sie professionell."

Gut vorbereitet Fehler vermeiden

Über Erfolg oder Misserfolg eines Kandidaten entscheidet oft die Vorbereitung. Wer zum Interview eingeladen wird, sollte wissen, dass er in jedem Fall nach seinem Lebenslauf, der inneren Logik des Berufswegs und persönlichen Stärken und Schwächen gefragt werden wird, sagen die Experten Claus Peter-Müller Thurau, Helga Krausser-Raether sowie Doris und Frank Brenner in ihrem Handbuch "Erfolgreich bewerben" (Haufe-Verlag). Kenntnisse über das Unternehmen, die sich der Bewerber im Vorfeld des Gesprächs angeeignet hat, signalisieren Interesse und hinterlassen immer einen positiven Eindruck beim potenziellen Arbeitgeber.

Mit offener, aufrechter Haltung punkten

Beim Interview können Kandidaten durch souveränes Verhalten punkten. So sollten Jobanwärter stets warten, bis ihnen ihr Sitzplatz gezeigt wird. Den Eindruck, "fest im Sattel" zu sitzen, vermittelt, wer sich aufrecht mit dem Po an die Rückenlehne setzt, beide Beine nebeneinander stellt oder ein Bein locker über das andere schlägt. Die Arme legt der Bewerber am besten locker auf Stuhllehnen oder Oberschenkel.

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Im Gespräch souverän und ehrlich bleiben

Generell ist deutliches, nicht zu schnelles Sprechen und moderate Gestik ein Muss für erfolgreiche Kandidaten. Ein weiterer Tipp von Bewerbungsexperten lautet, ehrlich auf Fragen zu antworten und bei Unklarheiten freundlich nachzuhaken. Am Ende des Interviews für die Einladung und die erhaltenen Informationen zu danken und sich von jedem Anwesenden mit Namen zu verabschieden, sollte für jeden Bewerber selbstverständlich sein. Auch das Interesse am Job darf ruhig noch einmal bekundet werden.

Onlinenetzwerk für Arbeitsuchende und Unternehmen

Die Onlinestudie unter Managern und Personal-Experten wurde von Harris Interactive in Deutschland im Auftrag von CareerBuilder.de durchgeführt. Befragt wurden 269 deutsche Manager und Human-Ressources-Experten. Die Daten spiegeln laut CareerBuilder.de die Arbeitgeberstruktur in Deutschland wider. CareerBuilder.de ist ein Onlinenetzwerk, um Arbeitssuchende mit potenziellen Arbeitgebern in Kontakt zu bringen.

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