17.05.2010, 16:15 Uhr | t-online.de/business
Auf die Mittagspause verzichten? Das sollten Sie auf Dauer nicht tun. (Foto: Imago)
Die Mittagspause ist manchem deutschen Arbeitnehmer heilig. Zu Recht, denn regelmäßige Arbeitsunterbrechungen sind wichtig, um gute Leistung zu bringen, sagen Ernährungsexperten. Eine Umfrage des Karriereportals monster.de zeigt aber: In hiesigen Büros wird oft auf die Mittagspause verzichtet. Der Grund: Es ist zu viel zu tun.
Für die Umfrage gaben 4526 Befragte in Deutschland, Österreich und der Schweiz in der Zeit vom 29. März bis zum 11. April 2010 ihre Stimme ab. 40 Prozent der befragten Deutschen (1495) erklärten, oft die gesamte Mittagspause durchzuarbeiten, weil sie zu viel zu erledigen hätten. Und 43 Prozent der deutschen Umfrageteilnehmer (1613) gaben an, in Ausnahmesituationen ihre Pause zu opfern. Nur 17 Prozent (644) betonten, sie würden prinzipiell nicht in dieser Zeit arbeiten.
Die Beschäftigten in den benachbarten Alpenregionen sind der Umfrage zufolge deutlich strenger, wenn es um die Mittagspause geht: 22 Prozent der Umfrageteilnehmer aus Österreich und 29 Prozent der Schweizer arbeiten dann grundsätzlich nicht. Eine Ausnahme machen 37 Prozent der befragten Österreicher und 45 Prozent der Schweizer nur, wenn es besonders viel zu tun gibt. Ähnlich wie in Deutschland arbeiten 41 Prozent der Befragten aus Österreich oft durch, während nur ein Viertel der Schweizer Umfrageteilnehmer auf die Erholungspause am Mittag verzichtet.
"Arbeitnehmern steht eine regelmäßige Mittagspause zu und Arbeitgeber haben darauf zu achten, dass die Mitarbeiter hiervon auch Gebrauch machen", sagt dazu Marcus Riecke, Geschäftsführer Central Europe bei Monster Worldwide. Diese Regelung sei im Sinne aller Beteiligten, da die Arbeitsunterbrechung der Erholung und der Kommunikation mit Kollegen dienen und so positiv zur Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter und zum Arbeitsklima in der Firma beitragen könnte.
Ernährungsexperten geben ganz einfache Tipps an die Hand: In der Kantine auf fett- und kalorienarmes Essen achten und stattdessen mal auf Fisch oder mageres Fleisch umsteigen. Und Vorsicht bei Imbissbuden, dort lauern die eigentlichen Fettfallen. Wenigstens eine gesunde Komponente sollte dabei sein. Ein Döner mit Salat sei da noch nicht das Schlechteste. Am besten dran sind die Selbstversorger, die sich am Abend vorher schon eine Portion für den nächsten Tag mitkochen.
Grundsätzlich sind fünf kleinere Mahlzeiten ideal. Gerade an Geburtstagen der Kollegen fällt es oft schwer, den Heißhunger auf Süßigkeiten zu zügeln. Eine Alternative: Einfach selbst mal frisches Obst mitbringen, Weintrauben, Erdbeeren oder Bananen sind ja auch süß. Und wer seine Mittagspause tatsächlich am liebsten am Schreibtisch verbringt, der sollte darauf achten, dass er sich beim Essen nicht ablenken lässt. Denn ansonsten ist das Brötchen weg und der Hunger immer noch da.
t-online.de/business
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