Zur Startseite t-online.de
Sie sind hier: Business > Karriere >

Vergütung: Mehr Gehalt trotz Finanzkrise

...

Durchschnitt aller Bewertungen: 0 Sterne

(0)
Schriftgröße ändernSchriftgröße ändern Schrift
mehr drucken

Mehr Gehalt trotz Finanzkrise

16.01.2009, 15:26 Uhr | t-online.de/business / Andreas Heimann, dpa-tmn

In der Krise haben viele Unternehmen Angst vor der Kreditklemme. (Foto: Archiv)

In der Krise haben viele Unternehmen Angst vor der Kreditklemme. (Foto: Archiv)

Die Finanzkrise lässt viele Firmen zurzeit einen rigorosen Sparkurs fahren, auch im Personalbereich. Wer mit seinem Gehalt nicht zufrieden ist, sollte sich davon aber nicht abschrecken lassen, mit dem Chef über eine Erhöhung zu verhandeln. Wir verraten Ihnen, welche Zulagen realistisch sind und wie sich das Wunscheinkommen am besten durchsetzen lässt.

Nicht auf besseren Zeitpunkt warten

"Die Krise betrifft zum einen nicht alle Firmen und schon gar nicht alle zum gleichen Zeitpunkt", sagt Martin Wehrle, Gehaltscoach aus Jork bei Hamburg. Zum anderen sei es nicht vernünftig, einfach auf einen besseren Zeitpunkt warten zu wollen, so der Experte. "Nach der Krise argumentieren viele Unternehmen, sie müssten sich erst einmal erholen, bevor sie Gehälter anheben können." Hinter solchen Argumenten stecke oft reine Taktik.

Antizyklisch denken

Tatsächlich reagierten Unternehmen geradezu seismografisch auf Krisenmeldungen. Viele Chefs blockten Fragen nach mehr Gehalt dann sofort prinzipiell ab. "Und auch bei vielen Arbeitnehmern sinkt der Mut rapide, bei schlechten Wirtschaftsdaten ihre dennoch gute Leistung entsprechend belohnen zu lassen", erklärt Wehrle. Dabei können sich durchaus Chancen für ein entsprechendes Gespräch bieten. "Für Gehaltsverhandlungen gilt das gleiche wie an der Börse: Wenn gerade alle mehr Geld wollen, ist das der schlechteste Zeitpunkt.", so der Fachmann.

Chefs lassen Leistungsträger ungern ziehen

Weil zurzeit eher wenige Beschäftigte über ihr Gehalt verhandeln möchten, sei die Gelegenheit sogar günstig: "Jetzt bekommt man mehr Aufmerksamkeit", erläutert Wehrle. "Und möglicherweise hat das Unternehmen sogar mehr Spielräume für eine Gehaltserhöhung, weil bereits Stellen abgebaut wurden." Betriebe, die auf langfristige Personalplanung setzen, haben seiner Erfahrung nach kein Interesse daran, qualifizierte Arbeitskräfte zu verlieren. "Die Leistungsträger lässt jeder Arbeitgeber ungern ziehen", betont der Coach.

Honorierung tatsächlicher Leistung

Hinzu komme, dass durch die Lücke, die dadurch gerissen wird, auch Kosten entstehen. "Ein Headhunter kostet in der Regel deutlich mehr als eine Gehaltserhöhung." Wehrle rät, sich ohnehin nicht auf eine Anhebung des monatlichen Gehalts zu versteifen: "Man kann auch über eine Prämie reden." Durchaus vernünftig sei, nicht einfache eine fixe Summe zu fordern. Besser biete man an, die Prämie vom Erreichen bestimmter Ziele abhängig zu machen - so dass damit tatsächlich Leistung honoriert wird.

Dienstwagen statt Geld

Bei der Höhe der Prämie gilt es, nicht über das Ziel hinausschießen. "Ein Monatsgehalt wäre schon sehr viel", meint Wehrle. Topmanager müssten allerdings nicht so zurückhaltend agieren. "Führungskräfte bekommen schon sehr oft drei oder mehr Monatsgehälter", sagt der Experte. Beim Verhandeln sollten drei Zielen anvisiert werden: ein Maximalziel, ein Minimalziel und ein Alternativziel. "Das kann zum Beispiel sein, dass der Arbeitgeber kein Geld zahlt, aber die privaten Handykosten übernimmt - oder den Dienstwagen stellt", schlägt Wehrle vor.

t-online.de/business / Andreas Heimann, dpa-tmn  

Bitte geben Sie eine Bewertung ab

bewerten
Inhalt versenden versenden
Leserbrief Leserbrief

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus.
Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Diese Mail an
mailing-ifrarr

Artikel versenden

Empfänger
Absender
Name
Name
E-Mail
E-Mail
Nachricht
     
 

Inhalt verlinken

 

Verlinken Sie uns, wenn Ihnen der Artikel gefallen hat.

 
Bookmarken:
google
mrwong
Yahoo
DelIcioUs
oneview
MySpace
Linkarena

Kommentare (0)

Thema: "Vergütung: Mehr Gehalt trotz Finanzkrise"

Es sind noch keine Kommentare zu diesem Artikel vorhanden.
Seite:

Kommentar schreiben

Name
Betreff
Kommentar: (Maximal 500 Zeichen)

Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Haken

Vielen Dank. Ihr Kommentar wurde versendet!

Kommentar schreiben



Zu diesem Artikel/Thema können keine weiteren Kommentare mehr abgegeben werden.

Kommentar melden

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstössige Inhalte enthält.

 

Haken

Vielen Dank! Ihr Hinweis wurde von der Redaktion entgegengenommen.
mailing-ifrarr

eBook Shop

"Do you speak English?"

30 Minuten Bewerben auf Englisch (Foto: Gabal)

So überzeugen Sie mit der schriftlichen Bewerbung und im Interview. mehr

Jobwechsel

Zeugnisse verstehen

Nicht immer leicht zu durchblicken: Arbeitszeugnisse. (Foto: Imago)

Lob oder verbale Klatsche: Wie gut können Sie Arbeitszeugnisse entschlüsseln? Quiz

Business-Blog

Warum Marken sterben

Im Jahr 2003 verschwand die Marke "Yes Törtchen" (Foto: Imago)

Aus für Yes Torty & Co.: Marketing-Experte erklärt, woran das liegt. Business-Blog

Firmenauskunft

Firmenauskünfte abrufen

Firmenauskünfte (Foto: Imago)

Informieren Sie sich hier schnell und einfach über Ihre Konkurrenz und Partner. mehr

t-online.de Shop

GPS Gefahren-Warner

POICON POI Pilot 3000 D/A/CH GPS Gefahren-Warner

So vermeiden Sie ganz einfach Unfälle und Strafzettel beim Auto fahren. POICON POI Pilot 3000

Anzeige
Zur breiten Ansicht
© Deutsche Telekom AG 2010

Anzeige