27.07.2009, 14:06 Uhr | dpa
Lösegeldversicherungen: Neues Geschäftsfeld der Allianz (Foto: ddp)
Die Allianz steigt in das Geschäft mit Lösegeldversicherungen für entführte Firmenmitarbeiter ein. "Wir wollen die Verträge nach der Sommerpause im September anbieten", sagte Hartmut Mai, Chef der Abteilung Financial Lines beim Spezialversicherer Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS), der "Financial Times Deutschland". Mit den Kidnapping & Ransom-Policen (K&R) können sich Firmen vor dem Risiko schützen, dass ihre Mitarbeiter auf Dienstreisen im Ausland entführt werden. Der Versicherer zahlt das Lösegeld und die Kosten für einen Krisenmanager. Diese Firmen geben Tipps zur Prävention und helfen im Ernstfall bei den Lösegeldverhandlungen.
Anders als andere Anbieter will die Allianz den Versicherungsschutz weltweit anbieten, auch für Dienstreisen in Länder mit hohem Risiko wie Irak oder Afghanistan. Als Kunden für die Versicherungen sieht Mai vor allem größere Firmen an. "Wir wollen mit unserer Police vor allem DAX-Konzerne, den gehobenen Mittelstand und große Familienunternehmen ansprechen", sagte er. Auch mehrere andere Versicherungskonzerne sind bereits mit derartigen Policen am Markt aktiv. Der auf Bermuda beheimatete Versicherer Hiscox dominiere das Segment mit einem Marktanteil von über 50 Prozent, heißt es in dem FTD-Bericht. Weitere Anbieter seien die amerikanischen Versicherer Chubb und AIG, die niederländischen Nassau-Versicherungen und HDI-Gerling.
dpa
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