suchen mit

Werberat rügt

RSS-Feed
Leserbrief
Artikel versenden
Schrift vergrößern
Schrift verkleinern
Drucken

Fleischbeschau auf LKW

Erschienen am 18. November 2008 | t-online.de/business
Werberat rügt Fuhrpark-Unternehmen "G&M" (Foto: www.zaw.de)
Werberat rügt Fuhrpark-Unternehmen "G&M" (Foto: www.zaw.de)
Nackte Tatsachen auf Lieferwagen, Adolf Hitler und die Ahnenforschung - Unternehmen lassen sich immer wieder Erstaunliches einfallen, um Aufmerksamkeit zu erregen. Werbung muss sein, aber nicht um jedem Preis! Es gibt Grenzen des guten Geschmacks und des menschenwürdigen Miteinanders, die nicht überschritten werden dürfen. Das meint auch der Deutsche Werberat und hat erneut mehrere Firmen wegen ihrer Werbekampagnen öffentlich gerügt.

So nicht! - Hier rügt der deutsche Werberat
Das ist verboten - Irreführende Werbung
Foto-Show - Die bekanntesten Werbeslogans
obs-Awards 2008 - Die besten PR-Fotos des Jahres
Download - eBook Wie Werbung wirkt

Anzeige

Frauenfeindlich statt originell

Eine Rüge erteilte der Werberat wegen menschenunwürdiger und frauenfeindlicher Werbung dem im süddeutschen Bönningheim ansässigen Fuhrpark-Unternehmen G&M. Die Firma wirbt auf ihren Lieferwagen mit einem nackten Frauenkörper neben dem Firmennamen G&M Fleischwaren Frischdienst und dem Text "Schönheit kommt von innen", wie der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) in Berlin mitteilte.

"Nahe gelegte Gleichstellung einer Frau mit Frischfleisch"

Die Firma habe zwar den Stempelaufdruck "Kontrollierte Qualität G&M" auf dem Frauenkörper entfernt, sei aber nicht bereit, auch auf das Nacktfoto zu verzichten. Der Werberat monierte die "nahe gelegte Gleichstellung einer Frau mit Frischfleisch".

118 Werbekampagnen geprüft

Insgesamt prüfte der Werberat im ersten Halbjahr 118 von Bürgern beanstandete Werbekampagnen. Lediglich 30 davon kritisierte der Werberat. Die meisten der betroffenen Firmen zogen ihre Anzeigen daraufhin zurück - nur wenige Unternehmen warben unverdrossen weiter und bekamen deshalb eine öffentliche Rüge.

Download - eBook WOW-Marketing – Kleines Budget, große Wirkung

Adolf Hitler als Blickfang

Neben G&M rügte der Werberat etwa die Griesheimer Firma Ahnenforschung, die laut ZAW Adolf Hitler auf ihrer Website als Blickfang benutzt. Dies sei "besonders zynisch und trifft insbesondere Menschen, die unter dem Rassenwahn des Nazi-Regimes zu leiden hatten".

Bezug zum Produkt fehlt

Gerügt hat der Werberat ebenso die Grey Computer Cologne GmbH (Wesseling). In den doppelseitigen Anzeigen des Anbieters von PC-Gehäusen reckte eine im Profil fotografierte nackte Frau ihre Arme in die Höhe unter der Überschrift "Spiel. Satz. Sieg". Frauenfeindlich, so entschied der Werberat: Die Anzeige missbrauche weibliche Nacktheit als Blickfang ohne irgendeinen Bezug zum beworbenen Produkt.

Frauenfeindlichkeit und Gewaltverherrlichung

Die meisten an den Werberat gerichtete Beschwerden, nämlich 41 Prozent, betreffen frauenfeindliche Anzeigen, wie der ZAW erklärte. Danach folgen die Gründe Gewaltverherrlichung, Verstoß gegen moralische Mindestanforderungen und die Nachahmungsgefahr gefährlichen Verhaltens. Verletzte religiöse Gefühle oder Männerdiskriminierung sind eher selten Anlass für Beschwerden.

Anzeige
RSS-Feed
Leserbrief
Artikel versenden
Schrift vergrößern
Schrift verkleinern
Drucken

Anzeige

.
.

eBook Shop

Wie Werbung wirkt (Foto: Haufe)

So bleibt Werbung wirklich im Kopf des Kunden hängen.

eBook Download

.

Marketingexperten finden

Finden Sie Agenturen, Web-Desinger, Druckereien und mehr in Ihrer Nähe:
Was?
Wo?
.

Online-Marketing

Empfehlung ist die beste Werbung.

Wie Sie Ihre Firma im Netz perfekt präsentieren und Kunden binden.

Special: Online-Marketing

.
.

Video: Werbespots

Absolut geistlos: Internetnutzer haben die dümmsten Reklamespots gewählt.
.
.

Quiz

Obi-Biber (Foto: mm)

Wissen Sie, woher der Name ihrer Lieblingsmarke eigentlich kommt?

mehr

.
t-online.de shop

Brother Fax – 1360

Faxgerät und Kopierer in ansprechendem Design.

Login

FIRMENAUSKUNFT

eBOOK-ABFRAGE


Anzeige