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Sex sells?

Erschienen am 09. Februar 2006 | aktualisiert am 09. Februar 2006 | t-online.de/business / as
Hauptsache auffallen. Werbung soll ins Auge springen (Foto: dpa)
Hauptsache auffallen. Werbung soll ins Auge springen (Foto: dpa)
Lange Beine, pralle Brüste, knackige Pos, lasziver Blick und verführerisch geöffnete Lippen: Mittlerweile gibt es fast kein Tabu mehr, was Erotik und Sex in der Werbung betrifft. Nur bringt ein Produkt tatsächlich mehr Umsatz, weil es über Sex verkauft wird? Eine Studie des Marktforschungsinstituts MediaAnalyzer hat herausgefunden, dass dies eine zweifelhafte Strategie ist.

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Marke wird nicht wieder erkannt

Die Kaufabsicht der Männer, so die Studie wird durch Sex in der Werbung gesteigert. Im Gegenzug verringert sich jedoch das Kaufinteresse der Frauen. Der Wiedererkennungswert der Marke nimmt allerdings bei beiden Geschlechtern ab.

Studie mit visuellem Test

In der Studie wurden an 400 Männer und Frauen zehn aktuell laufende Printanzeigen auf ihre Wahrnehmung überprüft, fünf der Kampagnen enthielten sexuelle Bilder. Die Untersuchung gliederte sich in einen visuellen Test mit Hilfe des eigens entwickelten und patentierten AttentionTracking Tools mit anschließender Befragung.

Männer werden durch Erotik motiviert

Durch diese Studie wurde bestätigt, dass Männer durch erotische Motive in der Werbung zum Kaufen von Konsumgütern motiviert werden, Frauen allerdings nicht. Sie schenken Erotik kaum Aufmerksamkeit, prägen sich dafür aber Marken- und Firmenlogos sehr gut ein.

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Sex nur bei gut etablierter Marke ein Seller

"Wenn die Kaufabsicht der Männer erhöht werden soll, muss Werbung erotische Motive enthalten. Dadurch verringert sich aber die Wiedererkennung der Marke. Das bedeutet, dass die Verwendung von sexuell motivierter Werbung nur Sinn für Firmen mit einer bereits gut etablierten Marke macht oder solche, bei denen die Wiedererkennung der Marke keine Rolle spielt", so Dr. Scheier, Geschäftsführer der MediaAnalyzer Software & Research GmbH.

Bedrohung moralischer Werte

58% der Frauen glauben außerdem, dass Werbung oft zu sexorientiert ist und 40% befürchten sogar, einen generellen Abfall der Moral, der sozialen Werte und sehen eine Bedrohung für die Erziehung der Kinder.

Kein Anreiz für junge Zielgruppe

Neue skandinavische Studien belegen außerdem, dass Werbung mit Busen und Pos besonders bei jungen Zielgruppen durchfällt. Werbung mit Sex werde von jungen Frauen und Männern negativer bewertet als Reklame ohne Sex. Erotik in der Werbung reizt also eine der kaufkräftigsten Zielgruppen kaum zum Geld ausgeben.

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Quelle: t-online.de/business / as
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