24.09.2009, 14:16 Uhr | t-online.de/business
Welche Firmen noch Geschenke an die Mitarbeiter machen. (Foto: Montage t-online.de)
Kurzarbeit, Verzicht auf Weihnachtsgeld oder Entlassungen - wo in einigen Branchen die Wirtschaftskrise voll zu spüren ist, gibt es bei anderen Firmen für die Mitarbeiter immer noch kleine Extras zur Belohnung. So etwa Freibier, kostenlose Kippen oder freie Bahnfahrten. Wir zeigen Ihnen, welche Sonderleistungen Firmen ihren Mitarbeitern auch in der Krise noch bieten.
Davon mag so mancher träumen, für Jever-Mitarbeiter ist es noch immer Wirklichkeit: Freibier und das jeden Monat. Brauereimitarbeiter erhalten den so genannten Haustrunk - fünf Kästen Selbstgebrautes im Monat, damit lässt sich schon mal ein kleines Fest ausrichten. Auch Beschäftigte bei Veltins verfügen über ein so genanntes Haus-Deputat. Danach erhalten gewerbliche und technische Mitarbeiter laut derwesten.de pro Arbeitstag 2,5 Liter Bier, Angestellte zwei Liter. Bei den Brauereien werden diese Zugaben im Manteltarifvertrag geregelt.
Wer es lieber süß mag, ist wohl bei Haribo oder Mars besser aufgehoben. Ein Deputat gibt es bei Haribo zwar nicht mehr, aber die Mitarbeiter dürfen während der Arbeitszeit so viel naschen, wie sie wollen. Ähnlich ist es auch bei Mars. Nach Angaben von derwesten.de können Mitarbeiter so viele Schokoriegel verdrücken, wie in ihre Mägen passen. Im Mitarbeiterverkauf gibt es zusätzlich auf weitere Produkte aus der Mars-Familie wie etwa Tiernahrung oder Kaugummis Rabatt.
Schlechter sieht es dagegen für Mitarbeiter des Stromkonzerns RWE aus. Denn wie erst kürzlich bekannt wurde, sollen diese künftig auf kostenlosen Strom verzichten. Vorgesehen sei, neuen Beschäftigten ab kommendem Jahr teils Jahrzehnte alte Privilegien nicht mehr zu gewähren, berichtete die Tageszeitung "Die Welt". Auch sollen demnach die Sonderleistungen für die Mitarbeiter der unterschiedlichen RWE-Tochtergesellschaften vereinheitlich werden. Bisher gab es bei RWE so genannte Deputate, mit denen Mitarbeiter an der Produktion beteiligt werden.
In früheren Zeiten bekamen etwa auch Arbeiter aus Kohlegruben Kohle nach Hause geliefert. Heutzutage erhalten sie oftmals eine so genannte Energiebeihilfe, weil nur noch wenige Haushalte mit Kohle befeuert werden. Auch in anderen Branchen wie etwa der Luftfahrt oder bei der Bahn gibt es solche Sonderleistungen, auch Deputatlohn genannt. Im Laufe der Jahrzehnte änderte sich jedoch die Tradition, und das Deputat wurde anstatt als Sachleistung vermehrt in Form von Geldzahlungen erbracht.
t-online.de/business
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